Salzburger Festspiele in Hallein "Der Schneesturm" - Premiere
„Der Schneesturm“ bietet nicht nur ein spannendes, emotionales Drama, sondern auch eine künstlerische Gesamtkomposition, die Grenzen zwischen den Kunstformen aufhebt und das Publikum mit einer düsteren Vision der Zukunft konfrontiert.
„Wenn Sie unterwegs sind und in einen Schneesturm geraten, war es das. Es ist ein schönes Phänomen, aber auch ein schreckliches, schicksalhaftes Ereignis. Diese Erzählung hat in Wahrheit drei Protagonisten: den Arzt, seinen Kutscher – und den Schneesturm. Am Ende siegt der dritte“, so Sorokin selbst über sein Werk. Der Schneesturm wird dabei zur unbarmherzigen Naturgewalt und Sinnbild existenzieller Bedrohung.
Sorokins Vorlage verbindet sprachliche Finesse mit dystopischer Vision: In der Anmutung eines klassischen russischen Erzähltextes des 19. Jahrhunderts entwirft der Autor ein Zukunftsszenario, das aktueller kaum sein könnte. Ein Arzt begibt sich in einem Schneesturm auf eine verzweifelte Reise, um einen rettenden Impfstoff in ein abgelegenes Dorf zu bringen – dort wütet eine mysteriöse Seuche, die die Bewohner in zombieähnliche Wesen verwandelt.
Serebrennikovs Inszenierung ist eine visuelle und akustische Gesamtkomposition aus Musik, Choreografie, Kostüm, Text, Licht und Video. Besonders eindrucksvoll: die Mehrfachbegabung des Ensembles, das Schauspiel, Musik und Bewegung auf höchstem Niveau vereint. Die Grenzen zwischen Schauspieler und Musiker, zwischen gesprochenem Wort und Klang verschmelzen zu einem dichten, intensiven Schauspielerlebnis.
Mit dieser letzten Premiere endet das Schauspielprogramm 2025 der Salzburger Festspiele, mit einem starken künstlerischen Statement – aktuell, herausfordernd und formal außergewöhnlich. Der Schneesturm
Die Besetzung Leading Team
★★★★★ (5 von 5 Sternen)
Schlüsselwörter:
August Diehl - Dr. Garin,
Claudius Steffens,
Filipp Avdeev - Perkhusha,
Frol Podlesnyi Live-Kamera,
Hallein,
HKroBild,
Kirill Serebrennikov - Regisseur,
Malika Maminova Live-Musik,
Mikhail Poliakov,
Pernerinsel,
Peter Belendjwa,
Salzburger Festspiele,
Schauspiel,
Slava Serdiuchenko,
Sonja Beißwenger,
Tennengau,
Uraufführung,
Varvara Shmykova,
Yang Ge
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