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Schwefeldioxid Austritt bei der AustroCel Hallein.

June 02, 2021  •  Kommentar schreiben

Schwefeldioxid Austritt bei AustroCel HalleinSchwefeldioxid Austritt bei AustroCel Hallein Heute gegen 05:37 Uhr ereignete sich ein Schwefeldioxid Austritt bei der Firma AustroCel Hallein.
Die Feuerwehr Hallein kam zur Unterstützung der Betriebsfeuerwehr am um 06:08 Uhr.

Kurz darauf wurde ein Vollalarm für die Hauptwache Hallein ausgelöst. Insgesamt waren 12 Fahrzeuge von der Hauptwache Hallein und 4 Fahrzeuge der Betriebsfeuerwehr AustroCel im Einsatz. Der Löschzug Bad Dürrnberg wurde vorsorglich zum Ortsschutz alarmiert, welcher jedoch bereits danach wieder einrücken konnte.

Vom Roten Kreuz Hallein standen 2 Rettungsfahrzeuge im Einsatz.

 

Sowie folgende Eisatzkräfte:

  • Bezirksfeuerwehrkommandant Tennengau
  • Polizeiinspektion Hallein
  • Kat-Referent der BH Hallein
  • Bürgermeister Hallein
  • Landeschemiker

Im oberen Gebäude der Zellstoffkocherei kam es zu diesem Unfall, ein 55-jähriger Mitarbeiter, der über 20 Jahre beim Unternehmen war sowie aus der Nachbargemeinde stammt, ist dabei ums Leben gekommen. Das Kriseninterventionsteam ist im Einsatz, das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

Die Einsatzkräfte führten SO
2 Messungen durch und gaben um 8:30 Uhr Entwarnung für die Anrainer und Beschäftigten der AustroCel, das keine Gefahr im Freien mehr besteht. Bitte vermeiden Sie aber weiterhin den Aufenthalt in Kellerräumen da das Gas sinkt.

In einer ersten Stellungnahme hat Jörg Harbring, Geschäftsführer AustroCel Hallein, den Vorfall zutiefst bedauert und sein Mitgefühl für die Familie und die Freunde des Verunglückten ausgedrückt. Er betonte, dass in den vergangenen Jahren sehr viel in die Bereiche Sicherheit und Umwelt investiert wurde, um die möglichen Auswirkungen eines Störfalles auf Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Die Anrainer und Einwohner wurden über die Medien und seitens der Behörden aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten, die Fenster zu schließen und nasse Tücher bereitzuhalten.

Befragung Anrainer und Einwohner in der Nähe:
Es war deutlich in der Früh ein Schwefelgruch in der Halleiner Stadt (sehr stark) bis nach Taxach-Rif (dort leicht) zu verspüren.


Laut aktuellem Luftgütebericht  des Landes Salzburg haben sich die Messwerte an der Salzachtalstraße (B159) bereits wieder normalisiert. Gegen 6.30 Uhr wurden an der Messstation an der B159 3.631 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen, um 7 Uhr waren es 12.109 Mikrogramm und um 8.30 schließlich 17,8.
Der Grenzwert für Schwefeldioxid beträgt 200 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Luftgütebericht - Land SalzburgLuftgütebericht - Land Salzburg

Umweltalarm aufgehoben
Die Betriebsfeuerwehr und die Feuerwehr Hallein setzten zum Niederschlagen des Gases am Werksgelände Wasser ein und stationierten Posten in der Nachbarschaft. Der Umweltalarm für die Nachbarschaft konnte aufgehoben werden. Die Emissionsmessstellen in der Umgebung zeigten kurz nach 8.30 Uhr keine erhöhten Messwerte für Schwefeldioxid mehr an.


So wirkt SO2?
Schwefeldioxid (SO2) ist ein saures Reizgas und wirkt vorwiegend auf die Schleimhäute Augen und Atemwege.
Es kommt in der Natur in geringen Konzentrationen vor und bewirkt den Sauren Regen. Hohe Konzentrationen – die es nur in Industriebereichen gibt – rufen sehr starke Reizerscheinungen bis hin zum Tod hervor. Schwefeldioxid behindert dann den natürlichen Gasaustausch in den Lungen von Menschen und Tieren. Dazu kommen hohe bis extreme Belastungen für Herz und Kreislauf. Das Gas schädigt auch das Pflanzenreich.


Film AustroCel Hallein
Filmbericht AustroCel - Hallein

Update 02.06.2021 16:15 Uhr, Erhebung LPD Salzburg:
In einer Halleiner Fabrik kam es am 2. Juni, kurz vor 6 Uhr zu einem tödlichen Arbeitsunfall.
Ein acht Meter langes Gasdruckrohr riss in einem Abschnitt von vier Meter Länge auf.
Dabei trat der Gefahrenstoff Schwefeldioxid mit 147 ° C und einem Druck von rund acht Bar aus. Ein 55-jähriger einheimischer Arbeiter, der unmittelbar darunter stand, wurde dabei tödlich verletzt. Durch den ausgelösten Gas-Alarm wurde die Betriebsfeuerwehr aktiviert. Zusätzlich waren die freiwillige Feuerwehr Hallein und das Rote Kreuz im Einsatz. Das KIT kümmerte sich um die Kollegen des verunglückten Arbeiters. Die Beiziehung eines gerichtlich beeideten Sachverständigen wurde angefordert. Weitere Ermittlungen bezüglich Ursache sind erforderlich.


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